23.04.2020

Die am Montag vorgestellte Studie der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg weist einen Zusammenhang von hoher Schadstoffbelastung und hohen Todeszahlen infolge von Covid-19 Erkrankungen auf. Zuvor hatten schon Wissenschaftler*innen der Harvard-Universität errechnet, dass bereits geringe Unterschiede in der Feinstaubbelastung die Überlebenschance von Patient*innen deutlich verringern. Zudem nimmt die Fahrradmobilität laut der Deutschen Umwelthilfe aktuell um 250 Prozent zu. Die Grüne Jugend Osnabrück fordert deshalb, die Nutzung von Verkehrsräumen während der Corona-Pandemie zu überdenken.


Viele Menschen steigen aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr im ÖPNV auf das Fahrrad um oder gehen zu Fuß. Auf schmalen Fuß- und Radwegen lassen sich die gebotenen Abstandsregeln jedoch kaum einhalten. Wir fordern die Stadt- und Kreisverwaltung deshalb auf zu prüfen, wo kurzfristig Autospuren in Fahrrad- und Fußwege umgewidmet werden können.

sagt Jannes Fock, Sprecher der Grünen Jugend Osnabrück

Weltweit sind hier Städte wie Berlin, Budapest oder Vancouver bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und haben Verkehrsräume aufgrund der Corona-Krise umfunktioniert. Osnabrück sollte sich dieser Entwicklung nicht verschließen und den Osnabrücker*innen einen sicheren Weg durch die Stadt bei sauberer Luft ermöglichen

erklärt dazu Sprecherin Luca Wirkus.


Des Weiteren kann mit einem Tempolimit die Unfallzahl gesenkt und Schadstoffbelastung reduziert werden. Weniger Unfälle lassen zusätzliche Kapazitäten bei Rettungsstellen und Krankenhäusern frei werden. Wir schlagen ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts sowie 30km/h innerorts vor.