11.03.2021

Nachdem die Schulen nun doch länger geschlossen bleiben, fordert die GRÜNE JUGEND OSNABRÜCK Stadt und Schulen auf, die Schüler:innen jetzt beim Homeschooling mehr zu unterstützen, um dem Anspruch der Bildungsgerechtigkeit auch während der Pandemie endlich gerecht zu werden.


Durch die Schulschließungen kam es auf verschiedensten Ebenen zu Nachteilen für Schüler:innen, insbesondere der Schul-Anfänger:innen sowie der Abschlussklassen. Die Schulen müssen in nächster Zeit ein deutlich erhöhtes Maß an Unterstützung gewährleisten können, um langfristige Nachteile der bereits jetzt benachteiligten Schüler:innen besonders vorzubeugen, etwa durch das Stellen von Tablets oder Laptops für jede:n.


Von dieser längst überfälligen Ausstattung mit modernen Geräten können die Schüler:innen dann auch langfristig profitieren, indem diese weiterhin in den Unterricht, auch über das Homeschooling hinaus, eingesetzt werden. Denn dass die Digitalisierung an den Schulen Fahrt aufnehmen muss, ist nicht erst seit Corona klar.

Damit Kinder aus einkommensschwächeren Familien durch die Technisierung nicht noch mehr abgehängt werden, brauchen wir ein gezieltes Förderprogramm, das Benachteiligungen während der andauernden Schulschließung kompensiert. Hierzu sollten die Schulen konkret an der Ausgestaltung beteiligt werden.

Diejenigen, die vor Corona schon Probleme in der Schule hatten, haben es nun um ein Vielfaches schwerer“

sagt Konstantin Saalfeld, Sprecher der Grünen Jugend und Schüler.

Dabei werden auch Lehrer:innen schon seit Monaten tagtäglich vor enorme Herausforderungen gestellt und meistern diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten vielfach in beeindruckender Art und Weise.
Jedoch bedarf es, um das erhöhte Maß an notwendiger Unterstützung insbesondere schwächerer Schüler:innen angemessen aufbringen zu können, sicheren Zugang zur notwendigen Technik sowie personellen Support für die Lehrkräfte. Wir fordern daher, dass Lehramtsstudierende in den Schulen eingesetzt werden können.


Um den Bedürfnissen künftiger Online-Lerneinheiten oder des Hybrid-Unterrichts Rechnung zu tragen fordern wir die Ausweitung bereits existierender Leih-Programme für Tablets und eine flächendeckende und schnelle Umsetzung, um langfristig die Bildungsgerechtigkeit in Osnabrück sicherzustellen.

In einem Jahr Pandemie haben wir Vieles gelernt – dies gilt es endlich in die Tat umzusetzen, um eine dauerhafte Verbesserung des (digitalen) Unterrichts zu erreichen.